Souverän in der digitalen Welt – so geht’s:

Bild zu Digitale Souveränität

Du möchtest nicht nur offline, sondern auch digital souverän handeln? - Wir stellen Dir vier wichtige Fähigkeiten vor, die Deine Digitale Souveränität bestimmen und zeigen Die, wie Du diese Fähigkeiten erlangen oder verbessern kannst.

Fähigkeit 1: Ich bin vertraut mit digitalen Endgeräten und ihren Funktionen

Natürlich musst Du nicht das allerneueste Smartphone besitzen, um digitale Souveränität zu erlangen. Ein eigenes Gerät, dass über die aktuellen Kommunikationsstandards verfügt, ist aufgrund der schnellen technologischen Entwicklung jedoch hilfreich. Alternativ kannst Du auch an neueren Geräten Deiner Freunde oder Familie Erfahrungen sammeln. Probiere doch einmal das Tablet Deines Kindes, Freundes oder Partners aus. Nimm Dir Zeit, um neue Funktionen wie z.B. das biometrische Entsperren via Fingerabdruck oder Gesichtserkennung auszutesten.

Fähigkeit 2: Ich gehe bewusst und verantwortungsvoll mit meinen persönlichen Daten um

Kostenlose soziale Netzwerke und Portale zahlt der Nutzer oftmals mit der Preisgabe der eigenen Daten. Sei Dir also bewusst, dass die Plattformen in Abhängigkeit von ihrem Firmensitz und dem dort geltenden Rechtsrahmen unterschiedlich verantwortungsvoll mit Deinen persönlichen Daten umgehen. Hinterfrage, welche Daten Du angeben musst, und ob dies tatsächlich sinnvoll oder überhaupt nötig ist. In vielen Fällen sind Pflichtfelder gesondert markiert, den Rest kannst Du meist aussparen. Auch nach der Anmeldung produzierst Du persönliche, teilweise noch sensiblere Daten. Mit der aktiven Nutzung der Einstellungen Deiner Profile (z.B. über „Privatsphäre-Einstellungen“) kannst Du die Preisgabe bzw. Verwendung Deiner Daten einschränken. Oftmals sind die Privatsphäre-Einstellungen von den Netzwerk- und Portalbetreibern so voreingestellt, dass die Betreiber sie weitreichend nutzen können. Werde also aktiv! Neben den Daten, die Du Dritten offensichtlich preisgebibst, erheben viele Anbieter auch Daten von Dir, die Du gar nicht bewusst kommunizierst, wie z.B. Deinen Standort oder den Browser und den Computer, den Du benutzen. Die Einstellungen bei den Geräten selbst sind ein wichtiger Regler, um unbewusste Kommunikation zu vermeiden. Beispielsweise ist das integrierte Navigationssystem des Smartphones im Alltag ein praktisches Gadget. Nutzt Du die Navigation jedoch gerade nicht, kannst Du die Ortung (GPS-Tracking) getrost ausstellen. Grundsätzlich solltest Du bei der Herausgabe der eigenen Daten das Prinzip der Datensparsamkeit beachten. Bei Interesse über bereits kommunizierte Daten kannst Du Dich bei Deinem Anbieter darüber informieren, was er bereits über Dich gespeichert hat.

Fähigkeit 3: Ich weiß, wie ich meine Daten vor Dritten schützen kann

Sichere den Zugang zu Deinen Daten mit einem sicheren Passwort, das aus mindestens zehn Zeichen besteht und neben Groß- und Kleinschreibung auch Ziffern und Sonderzeichen enthält.
Solltest Du Dir Deine Passwörter notieren wollen, verwahre diese sicher oder nutze einen Passwort-Manager. Unter folgendem Link werden Dir verschiedene Passwort-Manager vorgestellt: http://www.computerbild.de/fotos/Passwort-Manager-im-Ueberblick-9906722.html.
Bei Gebrauch von besonders vertraulichen Daten solltest DU eine 2- oder 3-Faktor-Authentifizierung benutzen. Beim Onlinebanking ist dies meist Standard. Dort werden zwei oder drei Faktoren (1. Login Daten, 2. Versand der TAN per SMS, 3. Eingabe der TAN) zur Sicherung Deiner Bankvorgänge genutzt.
Auch die Sicherung des Smartphones durch eine Code-Sperre oder den Fingerabdruck ist ratsam.

Fähigkeit 4: Ich nutze ein sicheres E-Mail-Programm

Praktisch jeder Internetnutzer besitzt eine eigene E-Mail-Adresse. E-Mail-Adressen von kostenlosen E-Mail-Diensten gibt es millionenfach – sie enden etwa auf @gmail.com, @hotmail.com, @gmx.de oder @t-online.de. Nutzt Du so eine E-Mail-Adresse, nimmst Du in Kauf, dass Werbung eingeblendet wird oder der Anbieter Deine Daten auswertet. Auf eine sichere E-Mail-Adresse musst Du trotzdem nicht verzichten, Deine Privatsphäre kannst Du ganz einfach schützen. Registriere Dir eine Adresse bei sicheren E-Mail-Dienst-Anbietern aus Deutschland wie z.B. posteo.de, mail.berlin, mailbox.org, aikq.de, riseup.de oder jpberlin.de. Bei diesen erhälst Du eine individuelle E-Mail-Adresse mit deren Endung in der Regel kostenlos. Oder Du registrierst eine noch persönlichere Variante: Für etwa 25 Euro im Jahr kannst Du Dir eine individuelle E-Mail-Adresse basierend auf Deiner eigenen Internetadresse einrichten. Donald Datenheld könnte die Internetadresse www.donalddatenheld.berlin besitzen und sich darauf basierend die E-Mail-Adresse mail@donalddatenheld.berlin einrichten. Er hat damit jederzeit und lebenslang die Hoheit über die E-Mail-Kommunikation, kann seine Daten sichern und auf andere Geräte übertragen – und das alles ohne Werbung.

Fähigkeit 5: Ich kann vertraulich im Netz surfen

Eine weitere Fähigkeit zur Förderung der Digitalen Souveränität ist das vertrauliche Surfen im Netz. Auch wenn sie eher für besondere Fälle vertraulicher Kommunikation interessant ist, solltest Du bei Bedarf in der Lage sein, vertraulich und geschützt im Netz zu surfen. Das beginnt bei einem sicheren Netzzugang. Öffentliche WLAN-Zugänge, die kein Passwort erfordern, sind tendenziell unsicherer und bieten Hackern die Chance, Daten umzuleiten und abzufangen. Benutze also für einen vertraulichen Datenaustausch besser Deinen privaten LAN-Zugang. Außerdem solltest Du Dich über die von Dir genutzten Plattformen, Suchmaschinen und Messenger-Dienste informieren und ggf. sichere Alternativen nutzen (z.B. duckduckgo.com als Suchmaschine oder bspw. Threema als Messenger-Dienst). 

Den vollständigen Artikel findest Du unter www.souveränität.digital

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