Initiativen für City-Top-Level-Domains gründen Interessenvertretung bei ICANN

Kairo, 05.11.2008 - Das 33. ICANN-Meeting, das noch bis zum 7.11.2008 läuft, wird von der Diskussion über den Richtlinienentwurf für die Einrichtung neuer generischer Top-Level-Domains geprägt. Als besonders vielversprechende und sinnvolle Erweiterung des Namensraumes werden dabei zunehmend eigene TLDs für Städte (cityTLDs) gesehen. So haben in Kairo mit den Initiativen für .hamburg und .bcn (Barcelona) zwei weitere Bewerber erstmals öffentlich ihre Pläne für die Einrichtung eigener Namensräume für ihre Städte vorgestellt.

Ungeachtet der unterschiedlichen Betreibermodelle der beteiligten Initiativen haben diese eine ganze Reihe gemeinsamer Interessen und Herausforderungen bei der Gestaltung des Namensraumes. Da diese Besonderheiten bisher in den verschiedenen Stakeholdergruppen bei ICANN nicht adäquat repräsentiert sind, haben die Initiativen für .berlin, .bcn (Barcelona), .hamburg, .nyc und .paris sich zu der Gründung einer eigenen Interessengruppe entschlossen. Welchen Status die Gruppe innerhalb von ICANN anstrebt, ist bisher offen. Dies gab Dirk Krischenowski, Gründer und Geschäftsführer von dotBERLIN, heute bei der öffentlichen Versammlung des GNSO-Councils (Generic Names Supporting Organisation) bekannt.

Krischenowski kündigte weiter an, dass die neue Gruppe abgestimmte Kommentare zu dem vorliegenden Entwurf der Bewerbungsrichtlinien verfassen wird. Insbesondere die Punkte Zeitplanung, Kosten und das vorgesehene Bewertungssystem für die Bewerbungen stoßen bei der cityTLD-Gruppe auf Kritik.