Attrak­ti­ve Web­tex­te müs­sen nicht mit gro­ßen Ver­spre­chen oder beson­ders krea­ti­ven For­mu­lie­run­gen über­zeu­gen. Ihre wich­tigs­te Auf­ga­be ist es, Besucher:innen schnell die Infor­ma­tio­nen zu geben, die sie suchen.

Web­sites wer­den anders gele­sen als Bro­schü­ren oder Maga­zi­ne. Vie­le Men­schen über­flie­gen eine Sei­te zunächst. Sie ori­en­tie­ren sich an Über­schrif­ten, kur­zen Absät­zen und her­vor­ge­ho­be­nen Infor­ma­tio­nen. Erst wenn sie erken­nen, dass der Inhalt zu ihrer Suche passt, lesen sie genauer.

In die­sem Bei­trag erfährst Du, wie attrak­ti­ve Web­tex­te auf­ge­baut sind, wie Du pas­sen­de The­men fin­dest und wel­che Rol­le eine loka­le Domain für Dei­nen Auf­tritt spie­len kann.

Web­tex­te aus Sicht der Besucher:innen schreiben

Beim Schrei­ben liegt der Fokus schnell auf dem eige­nen Unter­neh­men: auf der Geschich­te, den Leis­tun­gen oder den eige­nen Qua­li­täts­an­sprü­chen. Besucher:innen kom­men jedoch meist mit einem kon­kre­ten Anlie­gen auf Dei­ne Web­site. Sie möch­ten her­aus­fin­den, ob Du ihnen wei­ter­hel­fen kannst.

Dabei inter­es­sie­ren sie häu­fig Fra­gen wie:

  • Was genau wird angeboten?
  • Ist das Ange­bot für mei­ne Situa­ti­on geeignet?
  • Wie läuft die Zusam­men­ar­beit, Buchung oder Bestel­lung ab?
  • Wel­che Kos­ten oder Vor­aus­set­zun­gen gibt es?
  • War­um kann ich die­sem Anbie­ter vertrauen?
  • Was muss ich als Nächs­tes tun?

Gute Web­tex­te grei­fen die­se Fra­gen früh auf. Sie begin­nen nicht mit einer lan­gen Ein­lei­tung, son­dern mit der Infor­ma­ti­on, die für die jewei­li­ge Sei­te am wich­tigs­ten ist. Auf einer Leis­tungs­sei­te ist das die Leis­tung, auf einer Ver­an­stal­tungs­sei­te sind es Ter­min und Ort, auf einer Kon­takt­sei­te die erreich­ba­ren Kontaktwege.

Die zen­tra­le Aus­sa­ge gehört nach vorn

Vie­le Web­tex­te brau­chen zu lan­ge, um zum Punkt zu kom­men. Sie star­ten mit all­ge­mei­nen Aus­sa­gen über Qua­li­tät, Lei­den­schaft oder Erfah­rung, ohne das eigent­li­che Ange­bot ver­ständ­lich zu benennen.

Attrak­ti­ve Web­tex­te dre­hen die­se Rei­hen­fol­ge um. Sie nen­nen zuerst, wor­um es geht und für wen das Ange­bot gedacht ist. Danach fol­gen Nut­zen, Ablauf, Beson­der­hei­ten und wei­te­re Details.

Das bedeu­tet nicht, dass jeder Text mög­lichst kurz sein muss. Auch ein län­ge­rer Text kann gut funk­tio­nie­ren, wenn die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen schnell auf­find­bar sind. Wer nur einen Über­blick sucht, soll­te ihn sofort bekom­men. Wer mehr wis­sen möch­te, kann anschlie­ßend tie­fer einsteigen.

Prä­zi­se statt aus­tausch­bar formulieren

Sät­ze wie „Wir bie­ten indi­vi­du­el­le Lösun­gen“, „Bei uns steht der Kun­de im Mit­tel­punkt“ oder „Qua­li­tät ist unser Anspruch“ klin­gen ver­traut, blei­ben aber unkon­kret. Sie hel­fen Besucher:innen kaum dabei, ein Ange­bot einzuschätzen.

Prä­zi­se Tex­te erklä­ren statt­des­sen, wel­che Leis­tung ange­bo­ten wird, für wen sie geeig­net ist und wel­chen Unter­schied sie im All­tag macht. Auch Abläu­fe, fes­te Ansprech­per­so­nen, Spe­zia­li­sie­run­gen oder nach­voll­zieh­ba­re Erfah­run­gen kön­nen Ver­trau­en schaffen.

Der Ton darf dabei per­sön­lich und freund­lich sein. Wich­tig ist, dass die Aus­sa­ge ver­ständ­lich bleibt und nicht hin­ter Wer­be­spra­che verschwindet.

Kur­ze Abschnit­te erleich­tern die Orientierung

Web­tex­te soll­ten so auf­ge­baut sein, dass Besucher:innen sie auch beim schnel­len Über­flie­gen ver­ste­hen. Aus­sa­ge­kräf­ti­ge Zwi­schen­über­schrif­ten, kur­ze Absät­ze und klar for­mu­lier­te Sät­ze hel­fen dabei.

Eine Zwi­schen­über­schrift wie „So läuft die Bera­tung ab“ ist hilf­rei­cher als „Unser Ser­vice“. Gera­de auf mobi­len Gerä­ten macht das einen gro­ßen Unter­schied. Lan­ge Text­blö­cke wir­ken auf klei­nen Bild­schir­men schnell anstrengend.

Jede Sei­te braucht ein kla­res Ziel

Eine ein­zel­ne Sei­te soll­te nicht gleich­zei­tig alle Leis­tun­gen erklä­ren, die Unter­neh­mens­ge­schich­te erzäh­len, meh­re­re Ziel­grup­pen anspre­chen und zu ver­schie­de­nen Hand­lun­gen auffordern.

Über­le­ge des­halb vor dem Schrei­ben, wel­che Auf­ga­be die Sei­te erfül­len soll. Soll sie eine Leis­tung erklä­ren, Ver­trau­en auf­bau­en, eine häu­fi­ge Fra­ge beant­wor­ten oder zu einer Buchung füh­ren? Aus die­sem Ziel ergibt sich, wel­che Inhal­te wich­tig sind und wel­che Du weg­las­sen kannst.

Auch Such­ma­schi­nen kön­nen eine Sei­te leich­ter ein­ord­nen, wenn sie ein klar umris­se­nes Haupt­the­ma behan­delt. Key­words unter­stüt­zen die­sen Fokus, soll­ten aber natür­lich ver­wen­det wer­den. Ent­schei­dend ist nicht, einen Begriff mög­lichst oft zu wie­der­ho­len, son­dern die Such­ab­sicht dahin­ter zu beantworten.

Loka­le Rele­vanz kon­kret zeigen

Eine loka­le Domain wie .ber­lin macht bereits in der Web­adres­se sicht­bar, dass ein Ange­bot mit der Stadt ver­bun­den ist. Sie kann Unter­neh­men, Ver­ei­nen, Pro­jek­ten und Ver­an­stal­tun­gen dabei hel­fen, ihre regio­na­le Aus­rich­tung klar zu zeigen.

Die Tex­te soll­ten die­sen Bezug sinn­voll fort­füh­ren. Es reicht nicht, das Wort Ber­lin mög­lichst häu­fig ein­zu­bau­en. Hilf­rei­cher sind kon­kre­te Infor­ma­tio­nen: In wel­chen Bezir­ken bist Du tätig? Wo befin­det sich Dein Stand­ort? Für wel­ches Ein­zugs­ge­biet gilt Dein Ange­bot? Wel­che Beson­der­hei­ten sind für Men­schen vor Ort relevant?

So ergän­zen sich Domain und Inhalt. Die .ber­lin-Adres­se setzt ein loka­les Signal. Die Web­tex­te erklä­ren, was die­ser Bezug für Besucher:innen bedeutet.

The­men dort fin­den, wo Fra­gen entstehen

Gute The­men­ideen fin­dest Du oft nicht in einer klas­si­schen Key­word-Lis­te, son­dern in ech­ten Gesprä­chen. Notie­re Dir Fra­gen, die Kund:innen im Erst­ge­spräch, per E‑Mail oder am Tele­fon immer wie­der stellen.

Auch Red­dit, Foren, Bewer­tungs­por­ta­le und Social-Media-Kom­men­ta­re kön­nen hilf­reich sein. Dort for­mu­lie­ren Men­schen ihre Unsi­cher­hei­ten meist sehr direkt. Sie fra­gen etwa, wor­auf sie bei der Aus­wahl ach­ten soll­ten, wel­che Kos­ten rea­lis­tisch sind oder wel­che Feh­ler sie ver­mei­den möchten.

Nut­ze sol­che Bei­trä­ge nicht als Vor­la­ge zum Kopie­ren. Ach­te dar­auf, wel­che Fra­gen regel­mä­ßig auf­tau­chen und wel­che Wör­ter Men­schen dafür ver­wen­den. Dar­aus kannst Du FAQ-Berei­che, Leis­tungs­sei­ten oder Blog­the­men ent­wi­ckeln und eige­ne Ant­wor­ten formulieren.

Zum nächs­ten Schritt führen

Nach dem Lesen soll­te klar sein, wie es wei­ter­geht. Das kann eine Kon­takt­auf­nah­me, eine Ter­min­bu­chung, ein Down­load oder der Besuch einer wei­ter­füh­ren­den Unter­sei­te sein.

Eine Hand­lungs­auf­for­de­rung muss nicht laut oder werb­lich sein. Sie soll­te kon­kret sein und zum Inhalt pas­sen. „Unver­bind­li­chen Ter­min anfra­gen“ gibt mehr Ori­en­tie­rung als ein all­ge­mei­nes „Jetzt starten“.

Web­tex­te regel­mä­ßig überarbeiten

Web­tex­te sind nicht dau­er­haft abge­schlos­sen. Ange­bo­te ver­än­dern sich, neue Fra­gen kom­men hin­zu und man­che Infor­ma­tio­nen ver­lie­ren an Aktua­li­tät. Des­halb lohnt es sich, wich­ti­ge Sei­ten regel­mä­ßig zu prüfen.

Ach­te bei der Über­ar­bei­tung beson­ders auf die­se Punkte:

  • Ist die wich­tigs­te Aus­sa­ge sofort verständlich?
  • Wer­den die häu­figs­ten Fra­gen beantwortet?
  • Sind Über­schrif­ten und Absät­ze leicht erfassbar?
  • Gibt es ver­al­te­te oder dop­pel­te Informationen?
  • Ist der nächs­te Schritt eindeutig?
  • Funk­tio­niert der Text auch auf dem Smartphone?

Lies den Text außer­dem laut vor. Kom­pli­zier­te Sät­ze, Wie­der­ho­lun­gen und unna­tür­li­che For­mu­lie­run­gen fal­len dabei schnel­ler auf.

Attrak­ti­ve Web­tex­te erleich­tern Entscheidungen

Attrak­ti­ve Web­tex­te ver­bin­den Klar­heit, Struk­tur und Rele­vanz. Sie beant­wor­ten die Fra­gen der Besucher:innen, erklä­ren ein Ange­bot ver­ständ­lich und hel­fen dabei, eine Ent­schei­dung zu treffen.

Eine loka­le Domain wie .ber­lin kann die­sen Auf­tritt sinn­voll unter­stüt­zen. Sie zeigt die Ver­bin­dung zur Stadt bereits in der Adres­se. Kon­kre­te loka­le Infor­ma­tio­nen in den Tex­ten machen anschlie­ßend deut­lich, für wen das Ange­bot gedacht ist und war­um es vor Ort rele­vant ist.

Wie Du Dei­ne Inhal­te auf der wich­tigs­ten Sei­te Dei­ner Web­site sinn­voll auf­baust, erfährst Du im Bei­trag Start­sei­te opti­mie­ren: 5 Ele­men­te, die jede gute Web­site braucht.