Zwei der am häu­figs­ten gestell­ten Fra­gen zu Stadt-Top-Level-Domains, die im ICANN Umfeld geäu­ßert wer­den, sind:

  • Was macht Ihr mit ande­ren Städ­ten und Orten, die Ber­lin heißen?
  • Wie schützt Ihr Mar­ken­rech­te Drit­ter bei .ber­lin?

Die ers­te Fra­ge wird von Regie­rungs­ver­tre­tern bei ICANN, die im so genann­ten Govern­men­tal Advi­so­ry Board (GAC) orga­ni­siert sind, geäu­ßert. Hin­ter­grund ist, dass es zahl­rei­che ande­re Städ­te mit dem Namen Ber­lin gibt und die Regie­rungs­ver­tre­ter der ent­spre­chen­den Län­der es ger­ne sehen, wenn die Ber­li­ner in die­sen Orten berück­sich­tigt wer­den und zumin­dest auch .ber­lin Domains regis­trie­ren dürfen.

Die ers­te Fra­ge kommt aus dem Lager einer Inter­es­sens­ver­tre­tung namens Intel­lec­tu­al Pro­per­ty Con­sti­tu­en­cy (IPC) bei ICANN, das ist die Orga­ni­sa­ti­on, die die Inter­es­sen von Groß­un­ter­neh­men welt­weit vertritt.

Die Fra­ge nach den Mar­ken­rech­ten ent­springt den schlech­ten Erfah­run­gen, die man bei der frei­en „First Come, first ser­ved” Ver­ga­be von Domains unter­halb der „alten” Top-Level Domains wie .com, .net oder .de gemacht hat. Bei die­sen Top-Level Domains wur­den Domains wie heidelberg.de, barcelona.com oder shell.de ein­fach an den­je­ni­gen ver­ge­ben, der zuerst regis­triert hat. Das hat natür­lich zu zahl­lo­sen Pro­zes­sen geführt, ins­be­son­de­re .com-Städ­te­na­men wur­den dabei von der WIPO meist nicht den Städ­ten zuge­spro­chen. Auch eine www.reichstag.de wur­de damals ein­fach an eine Pri­vat­per­son vergeben.

Und hier nun der Link zu unse­ren White Papern zu den Fra­gen. Die­se Paper wer­den wir auf dem kom­men­den ICANN Mee­ting in Kai­ro in den ent­spre­chen­den diskutieren.

  • Cities with the same Name – What can be done?
  • Best Prac­ti­ce IP Pro­tec­tion in cityTLDs – A Draft