Der Premierminister von New South Wales Nathan Rees hat heute auf der Eröffnungszeremonie bekannt gegeben, dass seine Regierung eine .sydney Top-Level-Domain Initiative (dotsydney) unterstützen würde.

Der Premierminister von New South Wales Nathan Rees hat heute auf der Eröffnungszeremonie bekannt gegeben, dass seine Regierung eine .sydney Top-Level-Domain Initiative (dotsydney) unterstützen würde.

Die Stadt-Top-Level-Domain Initiativen aus Barcelona, Berlin, London, New York, San Francisco und Tokyo haben sich heute auf dem ICANN-Meeting in Sydney getroffen, um verschiedene Themen rund um die cityTLDs zu besprechen.

Darunter ist natürlich auch ein Austausch darüber, wie die jeweiligen Stadtregierungen eingebunden sind. Während .bcn und .paris von den Städten selbst betrieben werden sollen, sind die anderen Initiativen rein privater Natur. Interessant war auch, wer berechtigt sein soll, Domains zu registrieren und wie man den Namensraum gestaltet.
Land, Städte und Regionen in Nordrhein-Westfalen sollen nach dem Willen eines Landtagantrags eine eigene Top-Level-Domain erhalten.
In der vergangenen Woche hat der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auf eine aktuelle Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion zu Berlin.de und .berlin geschrieben:

„Ob eine Stadt sich um eine derartige Domain bemüht, muss jede Kommune für sich selbst entscheiden. Für Berlin bezweifelt der Senat die Sinnhaftigkeit eines derartigen Vorhabens. Der Senat wertet die hiesigen Bemühungen jedoch als eine rein privatwirtschaftliche Initiative, auf die er weder fördernd noch verhindernd aktiv Einfluss nehmen wird, sofern die davon möglicherweise berührten Interessen des Landes hinreichend geschützt werden.”
Beim der Anhörung der US-Regierung zu den neuen Top-Level-Domains (Energy and Commerce Subcommittee Hearing on “Oversight of the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN)”) wurde von Paul Twomey, President and CEO von ICANN, einmal wieder auch .berlin (dotBERLIN) als sinnvolle Erweiterung des Namensraums im Internet ins Spiel gebracht.
Zur Initiative um .tokyo haben wir schon einige Zeit Kontakt und freuen uns besonders, dass neben .köln jetzt auch eine andere Stadt-Top-Level-Domain nicht-ASCII-Zeichen verwenden wird.
Die Tokyoter Initiative arbeitet für .tokyo ebenfalls interaktiv mit der Stadtregierung zusammen und wird von dieser unterstützt.
Nach eigenen Angaben wird auch die privatwirtschaftlich aufgestellteRoma TLD S.r.l, die die .roma Top-Level-Domain bei ICANN beantragen will, von der Stadt Rom und deren Bürgermeister aktiv unterstützt.

Die .roma Initiative hat heute ihren offiziellen Online-Start, einen der Manager werde ich auf dem ICANN-Meeting in Sydney in der übernächsten Woche treffen. Es wird dabei auch um den Beitritt von .roma zur Interessenvertretung derStadt-Top-Level-Domains bei ICANN gehen.
Unsere Interessenvertretung der Stadt-Top-Level-Domains aus Barcelona, Berlin, Hamburg, New York und Paris hat heute den offiziellen Antrag bei ICANN gestellt, eine anerkannte Interessenvertretung zu werden.

Mehr Informationen dazu unter www.ctldc.net und bei ICANN unter http://gnso.icann.org/en/improvements/newco-process-en.htm
Heute sagte der Londoner Rechtsanwalt Nick Wood, der die Aktivitäten um .london koordiniert im Rahmen einer Veröffentlichung bei ICANN: „We have the support of the Mayor of London and other key agencies.”

Damit wird neben .paris, .nyc und .bcn eine weitere Stadt-Top-Level-Domain-Initiative (cityTLD) aktiv von der Stadtverwaltung unterstützt, in Barcelona und Paris sogar massiv finanziell.