Am letz­ten Tag der medienwoche@IFA fand unter dem Titel „Medi­en & Inter­net: Trends und Erlös­mo­del­le in der digi­ta­len Welt” ein Round-Table-Gespräch statt. Die Begrü­ßung der gut 50 Gäs­te über­nahm die Geschäfts­füh­re­rin des media.net ber­lin­bran­den­burg, Andrea Peters, die sich beson­ders dar­über freu­te, dass die Con­tent-Ver­wer­tung auf ver­schie­de­nen Platt­for­men im Mit­tel­punkt der Dis­kus­si­on ste­hen soll­te. Mode­ra­tor Lars Gurow, Pres­se­spre­cher der STRATO AG, zeich­ne­te zur Eröff­nung der von Medi­en­board und dot­BER­LIN initi­ier­ten Ver­an­stal­tung den Hin­ter­grund des Kon­ver­genz­trends, der von der inzwi­schen hohen Ver­brei­tung von Breit­band­an­schlüs­sen, Flat­rates und der Domi­nanz des Inter­net­pro­to­kolls bestimmt wird.

Dar­an anschlie­ßend ging es um kon­kre­te Fra­ge­stel­lun­gen zum Zusam­men­spiel von Medi­en- und Inter­net­wirt­schaft. Hen­ri Küh­nert, Grün­der und Geschäfts­füh­rer von TIC-mobi­le, stell­te fest, dass Medi­en­un­ter­neh­men Koope­ra­ti­ons­mo­del­le mit neu­en Gate­kee­pern wie den Mobil­funk­netz­be­trei­bern und den Gerä­te­her­stel­lern fin­den müs­sen, die bis­her jedoch noch schwie­rig her­zu­stel­len sei­en. Andre­as Geb­hard, Grün­der und Geschäfts­füh­rer von newt­hin­king com­mu­ni­ca­ti­ons, wies dar­auf hin, dass gera­de die jün­ge­ren Ziel­grup­pe der Digi­tal Nati­ves sich im Netz nur mit glaub­wür­di­gen Ange­bo­ten zu errei­chen sei; des­halb sei es für die Anbie­ter von Inhal­ten ent­schei­dend, ent­spre­chen­de Fähig­kei­ten auch auf ihrer Sei­te zu inte­grie­ren. Dirk Kri­schenow­ski, Geschäfts­füh­rer von dot­BER­LIN, bemerk­te, dass aktu­el­le Stu­di­en eine hohe Nach­fra­ge gera­de in der jün­ge­ren Genera­ti­on nach Iden­ti­tät stif­ten­den Ange­bo­ten beleg­ten. Ste­fan Bielau, Geschäfts­füh­rer von dailyme.tv, sieht in Diens­ten, die als Fil­ter und Werk­zeug zur effi­zi­en­ten Nut­zung knap­per Zeit­bud­gets die­nen, Mög­lich­kei­ten, der ver­brei­te­ten Kos­ten­los-Kul­tur zu begeg­nen. Auch Fabio Baci­g­alu­po, Grün­der von podcast.de, ver­trat die Auf­fas­sung, dass Erlös­mo­del­le wie digi­tal goods, die Inte­gra­ti­on von E‑Com­mer­ce-Ange­bo­ten in Com­mun­ties oder Markt­for­schungs­diens­te gut dazu geeig­net sind, mit Con­tent­an­ge­bo­ten Geld zu verdienen.

Wei­te­re Bil­der von der Ver­an­stal­tung gibt es hier.