Ohne E‑Mail ist das Leben kaum noch vor­stell­bar. Aller­dings lau­ern hier eini­ge Fett­näpf­chen. Wir ver­ra­ten, wie Sie pein­li­che Momen­te vermeiden.

1) Pein­li­che E‑Mail-Adres­se nutzen

Hand aufs Herz: Wür­den Sie jeman­den ein­stel­len, der sich mit häschen1990@gmx.de oder suffkopp@t‑online.de bewirbt? Per E‑Mail kön­nen Sie sich nicht nur mit Freun­den und Fami­lie aus­tau­schen, son­dern auch im for­mel­len Rah­men Kon­tak­te knüp­fen. Ein Bezug zur letz­ten Sau­se mit den Kum­pels oder der Kose­na­me aus der Kind­heit wir­ken da aller­dings unpro­fes­sio­nell. Beim Bewer­bungs­ver­fah­ren etwa ist die E‑Mail-Adres­se der ers­te Ein­druck, den das poten­ti­el­le neue Team­mit­glied beim künf­ti­gen Arbeit­ge­ber hin­ter­lässt. Punk­ten kann da nur, wer seri­ös auftritt.

Unser Tipp: Ver­wen­den Sie am bes­ten Ihren Vor- und Nach­na­men als E‑Mail-Adres­se. Men­schen wol­len immer wis­sen, wer dahin­ter­steckt. Bei sehr lan­gen Namen kön­nen Sie Ihren Vor­na­men auf den ers­ten Buch­sta­ben beschrän­ken. Bonus­punk­te sam­meln Sie, wenn Sie Ihre eige­ne Domain nut­zen: Eine per­sön­li­che Adres­se weckt mehr Auf­merk­sam­keit als eine Gra­tis-Adres­se von der Stan­ge. Außer­dem ent­fal­len umständ­li­che Buch­sta­ben­or­gi­en wie maria-meier091960@web.de.

Eine Vari­an­te, die im Kopf bleibt, ist maria@meier.berlin. Unter www.mail.berlin kön­nen Sie Ihre pro­fes­sio­nel­le und indi­vi­du­el­le E‑Mail-Adres­se erstel­len und gleich­zei­tig Herz für die Haupt­stadt zeigen.

2) Vor­schnell auf „Sen­den“ drücken

Auch wenn die E‑Mail eine Art Blitz-Brief ist – Ihr Fin­ger soll­te nicht zu locker auf der Maus­tas­te lie­gen. Sonst kann es pas­sie­ren, dass die Nach­richt, in der Sie über die unge­lieb­te Tan­te läs­tern, ver­se­hent­lich bei die­ser selbst lan­det. Auch wird sich ein Emp­fän­ger kaum dar­über freu­en, wenn er die glei­che E‑Mail fünf­fach bekommt, weil Sie jedes Mal den Anhang ver­ges­sen, oder Sie statt der Pro­jekt­kal­ku­la­ti­on ein Foto aus Ihrem Urlaub im Nudis­ten-Camp ver­sen­den. Einen genau­so schlech­ten Ein­druck hin­ter­las­sen Tipp­feh­ler – und gera­de heu­te, wo E‑Mails schnell mal auf dem Smart­pho­ne ver­fasst wer­den, schlei­chen sie sich noch mehr ein als sowie­so schon. Wer mit einem „Gru­ten Tag“ beginnt und einem „Vie­le Güße“ endet, ern­tet kaum Bei­fall. Schließ­lich ver­mit­teln Sie so, dass Ihnen der Adres­sat ein paar Sekun­den gegen­le­sen nicht wert ist.

Unser Tipp: Dass Sie Ihre Tan­te ins­ge­heim gar nicht mögen, muss sie ja nicht erfah­ren. Des­halb – und auch wenn es in der Hek­tik des All­tags schwer­fällt: Neh­men Sie sich für Ihre E‑Mails Zeit. Über­prü­fen Sie, ob Ihre Nach­richt beim rich­ti­gen Emp­fän­ger lan­det und alle Anhän­ge dabei sind. Neh­men Sie sich auch Zeit für einen Kor­rek­tur­gang. So ver­mei­den Sie Tipp­feh­ler und Grammatikschnitzer.

3) Den fal­schen Ton wählen

Sie tei­len der Geschäfts­part­ne­rin mit, dass Sie das geplan­te Tref­fen ver­schie­ben müs­sen – und been­den jeden Ihrer Sät­ze mit einem Emo­ji. Das kann gut ankom­men, muss es aber nicht. Auf der einen Sei­te hel­fen Emo­jis, die non­ver­ba­len Signa­le zu kom­pen­sie­ren, die bei der elek­tro­ni­schen Post weg­fal­len. Auf der ande­ren Sei­te kön­nen sie zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren, wenn das Gegen­über sie nicht ent­schlüs­seln kann. Außer­dem könn­te Ihre Geschäfts­part­ne­rin die­se Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on als zu intim emp­fin­den. Unan­ge­mes­sen wir­ken kann aber auch ein zu for­mel­ler Ton­fall. Wenn Sie Ihre Geschäfts­part­ne­rin immer noch mit „Sehr geehr­te…“ anre­den, obwohl Sie sich seit Jah­ren ken­nen, erwe­cken Sie leicht den Ein­druck, als wür­den Sie zum Lachen in den Kel­ler gehen.

Unser Tipp: Über­le­gen Sie sich bei jedem Emp­fän­ger genau, in wel­cher Bezie­hung Sie zu die­sem ste­hen – und wie Sie umge­kehrt von ihm ange­schrie­ben wer­den möch­ten. Das macht es leich­ter, den pas­sen­den Ton zu fin­den. Sind Sie unsi­cher, ob Emo­jis & Co ange­bracht sind, las­sen Sie sie im Zwei­fel lie­ber weg. Gera­de im geschäft­li­chen Kon­text bil­den die bun­ten Bild­chen noch immer die Aus­nah­me und gel­ten schnell als unsachlich.