• Ins­ge­samt fünf Aus­kunfts­er­su­chen im Jahr 2018
  • Aus­wir­kun­gen der DSGVO: ver­bes­ser­ter Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten 
  • Kaum Miss­brauch von .ber­lin-Adres­sen: zwei Fäl­le von Phis­hing, vier Fäl­le von Spam

Ber­lin, den 29.10.2019 Zum heu­ti­gen Welt-Inter­net-Tag ver­öf­fent­licht dot­BER­LIN als welt­weit ers­te Domain-Regis­try einen Trans­pa­renz­be­richt. dot­BER­LIN ver­wal­tet die Inter­net-Endung .ber­lin, unter der rund 50.000 Domains regis­triert sind. In ihrem Trans­pa­renz­be­richt gibt sie Aus­kunft dar­über, wel­che Anfra­gen sie zu per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten von Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den und ande­ren Anfra­gen­den erhal­ten hat und wie sie damit umge­gan­gen ist. Doku­men­tiert sind alle Anfra­gen aus dem Jahr 2018.

Fast ein­ein­halb Jah­re nach Inkraft­tre­ten der Daten­schutz­grund­ver­ord­nung zieht dot­BER­LIN damit Bilanz, wie sich die DSGVO auf die Ver­wal­tung von Kun­den­da­ten aus­wirkt. Im Bericht ist fest­ge­hal­ten, wie häu­fig Anfra­gen auf Her­aus­ga­be per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten auf­grund der DSGVO ein­ge­gan­gen sind und wie häu­fig die­se recht­mä­ßig bzw. nicht recht­mä­ßig waren. „Mit .ber­lin sind wir für einen Teil der Inter­net-Infra­struk­tur ver­ant­wort­lich“, erläu­tert dot­BER­LIN-Geschäfts­füh­rer Dirk Kri­schenow­ski, „des­halb ist es uns wich­tig, trans­pa­rent zu machen, wie wir mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten umge­hen.“ Das Ergeb­nis: 2018 erhielt dot­BER­LIN ins­ge­samt fünf Aus­kunfts­er­su­chen – wobei sich alle fünf auf die DSGVO bezo­gen. In vier Fäl­len wur­de Aus­kunft erteilt.

Vor der DSGVO waren die Betrei­ber von Domain-Endun­gen von der Inter­net-Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on ICANN ver­trag­lich ver­pflich­tet, per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wie E‑Mail-Adres­sen oder Tele­fon­num­mern über das WHOIS zu ver­öf­fent­li­chen. Seit Wirk­sam­wer­den der Ver­ord­nung wer­den kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten von Domains mehr öffent­lich gemacht. Wer Aus­kunft über den Inha­ber einer .ber­lin-Domain möch­te, muss eine Anfra­ge stel­len. Das Ver­hält­nis von nur fünf Anfra­gen bei rund 50.000 regis­trier­ten .ber­lin-Adres­sen zeigt aller­dings, dass der Bedarf an der Her­aus­ga­be per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten sehr mode­rat ist.

Neben den Aus­kunfts­er­su­chen macht dot­BER­LIN trans­pa­rent, wie häu­fig .ber­lin-Inter­net­adres­sen miss­bräuch­lich genutzt und wel­che Maß­nah­men anschlie­ßend ergrif­fen wur­den: 2018 tra­ten ledig­lich sechs Fäl­le von Domain-Miss­brauch auf – wobei es sich in zwei Fäl­len um Phis­hing und in vier Fäl­len um Spam han­del­te. Die gerin­ge Zahl der Miss­brauchs­fäl­le führt dot­BER­LIN zum einen auf ihr akti­ves Moni­to­ring und schnel­les Ein­grei­fen zurück; zum ande­ren wer­den .ber­lin-Adres­sen zu einem ver­gleichs­wei­se hohen Preis regis­triert, der für miss­bräuch­li­che Nut­zer unin­ter­es­sant ist.

Den voll­stän­di­gen Trans­pa­renz­be­richt von dot­BER­LIN fin­den Sie zum Down­load unter
https://dot.berlin/transparenzbericht/.